Der Hort

Wir Erzieherinnen und Erzieher der Königin Luise Stiftung begleiten unsere Kinder durch die Grundschulzeit. Wir sind Gesprächspartner, Zuhörer und helfen bei großen und kleinen Fragen der Kinder. Wir stellen uns den gesellschaftlichen Entwicklungen und den damit verbundenen veränderten Lebenswelten unserer Kinder und ihrer Eltern. Wir fördern nicht nur die Individualität des Kindes, sondern auch die Zusammengehörigkeit einer Gruppe. Wir möchten unseren Kindern die Möglichkeit geben sich frei im Hort zu entfalten, ihre individuellen Interessen durch Angebote zu fördern und sich vom Schulalltag zu erholen.

 

Platzangebot

Der Hort der Königin Luise Stiftung bietet  momentan etwa 90 Hortkindern von der 1. bis zur 6. Klasse einen Platz und zusätzlich bis zu 50 Kindern im Rahmen der verlässlichen Halbtagsgrundschule (VHG).

 

Hausaufgaben

Wir richten feste Hausaufgabenzeiten von montags bis donnerstags von 14:00-15:30 Uhr unter Aufsicht eines Erziehers ein. Freitags bieten wir keine Hausaufgabenbetreuung an, die Hausaufgaben, die über das Wochenende aufgegeben werden, müssen von den Kindern mit Unterstützung der Eltern am Wochenende erledigt werden. Die Erledigung der Hausaufgaben gewinnt zunehmend immer mehr an Bedeutung. Es ist wichtig, dass Eltern die Hausaufgaben ihrer Kinder ansehen, um über den Wissenstand und das Arbeitsverhalten ihrer Kinder informiert zu sein. Wir bemühen uns um eine enge Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten und den Lehrern.

 

Ferien

Die Feriensituation ist für uns eine besondere Situation. Wir möchten den Kindern einen abwechslungs- und erlebnisreichen Ausgleich zum Schulalltag bieten. Der Tagesablauf in den Ferien gestaltet sich  durch unterschiedliche Projekte, weshalb ein Erscheinen um 10:00 Uhr, bei Ausflügen um 9:00 Uhr wichtig ist. Bei Tagesausflügen werden statt einem Mittagessen reichhaltige Essenspakete mit Getränken ausgegeben. Am Anfang der Ferien gibt es einen Aushang über die geplanten Aktivitäten, dieser informiert auch über alles was notwendigerweise mitgebracht werden muss, wie z. B. Eintrittsgelder, Unkostenbeiträge und Fahrkarten.

 

Zeitliche Bedingungen

Die Betreuungszeit beginnt nach dem Unterrichtsschluss der Grundschulklassen und endet um 18 Uhr. In den Ferien betreuen wir die Kinder außerhalb unserer Schließzeiten von 8:00-18:00 Uhr.

 

Räumliche und materielle Bedingungen

Der Hort der Königin Luise Stiftung verfügt über mehrere funktionsgebundene Räume und ein abwechslungsreich gestaltetes Außengelände mit Wasserspielplatz und Hügellandschaft, zu dem auch der Pausenhof mit Kletterspinne, zwei Basketballkörben, Tischtennisplatten, sowie der Schulpark mit einem kleinen Fußballfeld und Sportanlagen gehören. In den Ferien ist es möglich die Sporthalle der Schule zu nutzen.

Im Erdgeschoss des Grundschulgebäudes befinden sich ein Bewegungsraum mit Softbausteinen und eine kleine Werkstatt mit zwei Werkbänken. Die Toiletten im Erdgeschoss werden von Schule und Hort gemeinsam genutzt.

Im 1. Obergeschoss befinden sich ein Ruhebereich mit Matratzen und Büchern, ein Raum für ruhige Freiarbeit mit Gesellschaftsspielen, Webrahmen, Stricklieseln und Lernmaterial, ein Puppen- und Bauraum mit Puppenecke, eine Garderobe mit Verkleidung, Kaufmannsladen, Podesten und Bausteinen, unsere Garderobe mit Schulranzenfächern und eine Toilette mit Dusche.

 

Ziele der pädagogischen Arbeit

Unser Ziel ist die Erweiterung und Festigung der Sozialkompetenz der Kinder. Sie sollen lernen ihre Wünsche und Bedürfnisse verbal zu äußern und Bedürfnisse anderer zu akzeptieren. Durch das Zusammenleben der unterschiedlichen Altersgruppen wird ihre Selbstkompetenz geschult. Sie üben ihre Konflikttoleranz und lernen auf Schwächere Rücksicht zu nehmen. Unsere Gesellschaft stellt an unsere Grundschüler hohe Ansprüche. Dabei zu versagen lässt bei Kindern und Eltern oft Ängste aufkommen. Wir sehen uns als festes Bindeglied zwischen Elternhaus und Schule. Wir sind für Schüler, Eltern und Lehrer ein Gesprächspartner. Damit möchten wir unseren Kindern ermöglichen Lebensereignisse und erlebte Situationen, auf emotionaler Ebene nach zu erleben, sie auf kognitiver Ebene zu verstehen und auf zu arbeiten. Ziel ist es, zu verstehen und Lösungswege zu finden. Es soll jedem Kind mit seinen individuellen Erfahrungen und Erlebnissen ermöglicht werden eigene lebenspraktische Kompetenzen aufzubauen und zu erweitern, Erfahrungshorizonte zu vergrößern und Selbstständigkeit zu entwickeln.

 

Methoden und Inhalte

Unsere Arbeit orientiert sich an ganzheitlicher Pädagogik unter Berücksichtigung von: Wertschätzung der Kinder, Nichtausgrenzung aktueller Situationen, Arbeit an der eigenen Identität und Professionalität. Sich selbst als ein Teil der Gesellschaft und der Ökologie zu begreifen und solidarisch zu denken und zu handeln. Die Betreuung der Kinder ist altersübergreifend und offen. Sie soll das voneinander Lernen ermöglichen und Verantwortungsbewusstsein, gegenseitige Akzeptanz und Rücksichtnahme fördern. Wir Erzieher sehen uns als Anleiter, Begleiter, Beobachter und Impulsgeber um selbständiges Handeln zu erlernen. Unsere Kinder melden sich bei ihrer Ankunft im Hort an. Die Essenzeiten richten sich nach dem Stundenplan und der Klassenstufe. Die Hausaufgabenbetreuung findet immer zur selben Zeit statt. Unsere Kinder werden an diese und die täglich stattfindenden Arbeitsgemeinschaften erinnert. Wir gehen bei fast jedem Wetter (mit entsprechender Kleidung) hinaus, um dem Bedürfnis nach frischer Luft und dem Bewegungsdrang der Kinder gerecht zu werden.

 

Hortregeln

Die Regeln unseres Hortes sollen ein respektvolles Miteinander gewähren. Jedes Kind soll sich so verhalten, dass es kein anderes Kind seelisch, körperlich oder verbal verletzt. Entsprechend dieser Regel dürfen sich die Kinder auf unserem Gelände in bestimmten Grenzen frei bewegen. Das Spielen mit Stöcken und werfen mit Gegenständen, außer Bällen ist verboten, da es auch unbeabsichtigt zu Verletzungen führen kann.

Wenn ein Kind alleine vom Hort nach Hause geht oder mit einem anderen Kind mitgeht, bedarf es einer schriftlichen, mindestens aber einer telefonischen  Mitteilung der Eltern.

Die Kinder benötigen auch Zeit für sich, in denen sie allein und ohne ständige Beobachtung der Erzieher/innen sein dürfen. Die Erzieher/innen sind jedoch immer in der Nähe der Kinder um im Bedarfsfall schnell zur Stelle zu sein. Die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung werden entsprechend dem Alter entwickelt. Dazu gehören kleinere Aufgaben, das selbstständige An- und Abmelden bei den Erzieher/innen und das Erledigen der Hausaufgaben. Zum Toilettengang oder anderen Erledigungen melden sich die Kinder ab und gehen selbstständig dorthin. Die Kinder gehen sorgsam mit Hortspielzeug und Materialien um. Beschädigungen oder defektes Spielzeug werden den Erzieher/innen gemeldet.

Die Aufsichtspflicht der Erzieher/innen endet mit dem Erscheinen eines Elternteils oder einer abholberechtigten Person.

Das gegenseitige Zuhören und Miteinander Reden werden ständig praktiziert. Das Essen soll in harmonischer Atmosphäre eingenommen werden. Unsere Kinder sollen lernen bei Tisch vernünftig zu essen und sich zu benehmen, sowie leise Gespräche zu führen. Wir fangen das Essen gemeinsam an und beenden es auch gemeinsam. Die Tischdienste werden während des Essens festgelegt.

 

Personelle Bedingungen

Alle Mitarbeiter des Hortteams sind in ihrer beruflichen Qualifikation „staatlich anerkannte Erzieher.“ Des Weiteren bieten wir Schülern der Fachschulen für Sozialpädagogik und Schülern anderer Schulen die Möglichkeit Praktika im Hort durchzuführen.

 

Elternarbeit

Für unsere tägliche pädagogische Arbeit im Hort ist eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern wichtig, dies setzt ein Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Erziehern voraus. Wir wünschen uns von den Eltern, dass sie uns als direkte Ansprechpartner respektieren und unsere gemeinsam entwickelte pädagogische Arbeit grundsätzlich mittragen. Dies ist eine Grundvoraussetzung für eine sinnvolle Zusammenarbeit im Interesse der Kinder. Wir führen kurze Elterngespräche bei Bedarf. Das Angebot des Hortes ist Ergänzung und nicht Ersatz zur häuslichen Erziehung.

 

Zusammenarbeit mit der Schule

Uns ist eine enge Zusammenarbeit mit den Lehrern und der Schulleitung wichtig. Wir tauschen uns bei Bedarf regelmäßig über Lern- und Verhaltensprobleme einzelner Schüler aus um auf Schwierigkeiten einzelner Kinder eingehen zu können. Wir unterstützen den Unterricht in der ersten und zweiten Klasse mit jeweils einem Erzieher für mehrere Stunden in der Woche im Unterricht und begleiten wenn möglich alle Klassen an Wandertagen und zu anderen Ausflügen.