Das Internat - Erfolgreiches Zusammenleben, erfolgreiche Bildungswege

Das Internat - Erfolgreiches Zusammenleben, erfolgreiche Bildungswege

Das Internat ist neben den Schulen eine Säule der Königin-Luise-Stiftung. Bis zu 56 der 850 Schüler insgesamt sind so genannte "Interne", die in der Zeit von Sonntag bis Freitag nicht nur in der Schule lernen, sondern auch auf dem Stiftungsgelände wohnen.

Das Internat hatte von der Stiftungsgründung im Jahr 1811 an das familienähnliche Zusammenwohnen als Grundlage einer guten Ausbildung zum Ziel. Daran hat sich, bei allen im Wandel begriffenen Umständen, im Grundsatz nichts geändert. Das Internat zeichnet in unseren Tagen die überragend hohe Abschlussquote der dort lebenden Schülerinnen und Schüler aus. Wer im Internat – unterstützt von gut ausgebildeten Erzieherinnen und Erziehern– seinen Weg zu gehen lernt, macht damit auch seinen Abschluss bis hin zum Abitur. Die Quote derer, die zuletzt den Mittleren Schulabschluss erreichten, lag bei fast 90 Prozent. Das Internat bietet eine kostenfreie Probewoche "Leben und Lernen im Internat" an.

Die Nähe von Internatswohnen und -leben und schulischer Förderung ist das bestechende Kennzeichen der Arbeit der Stiftung auf dem Gebiet des Internats. Im Internat werden Kinder und Jugendliche im Rahmen der stationären Jugendhilfe (über das zuständige Jugendamt) und auch im Rahmen privater Finanzierung gefördert und betreut.

Die Wohnbereiche

Zurzeit gibt es 56 Plätze für Mädchen und Jungen im Alter ab sechs Jahren. Diese gliedern sich auf die folgenden drei Bereiche auf:

  1. Das Haus im Park. Hier leben Kinder und Jugendliche ab 6 Jahre.
  2. Das Gartenhaus. Hier leben Kinder und Jugendliche ab 12 Jahre. Hier besteht die Möglichkeit der Betreuung an Wochenenden und in Ferien.
  3. Die Dachetage. Hier leben Jugendliche ab 14 Jahre.

In den Wohnbereichen leben je 15 bis 24 Kinder oder Jugendliche, die im Bezugsbetreuersystem von Erzieher*innen und Sozialpädagog*innen in allen Lebensbereichen begleitet und unterstützt werden.

Wohnbereichsübergreifend und zusätzlich sind Fachberater*innen (eine Krankenschwester, eine Familientherapeut*in und eine Psycholog*in) für die Kinder und Jugendlichen und deren Familien tätig.

Inhalte geben, Strukturen schaffen

Das Internat flankiert die Arbeit der Schulen und gibt darüber hinaus Halt durch klare Strukturen, wohlgesetzte Rituale und individuelle Förderung.

Leben in der Gemeinschaft – das ist keine einfache Aufgabe. Sie wird den Internatsschüler*innen auch durch die Verpflichtung zur Übernahme von Aufgaben für die Gruppe deutlich. So sind sie beispielsweise gemeinsam für das Gestalten des Abendessens und für die Ordnung in ihren Wohnräumen verantwortlich.

Besonderen Wert bei der Begleitung der Kinder und Jugendlichen wird auf die Entwicklung von Sozialkompetenz und Eigenverantwortung gelegt. Die Stiftung mit ihrem besonderen Netzwerk und den die Leitidee als Vorbilder lebenden Mitarbeitenden setzt auf diesem Gebiet wesentliche Schwerpunkte: "Selbst sein – Miteinander – Weiterkommen".

Freizeitgestaltung - um Chancen zu erkennen

Die Freizeitbeschäftigung wird individuell auf die einzelnen Kinder und Jugendlichen abgestimmt. Ziel ist, die persönlichen Neigungen zu erkennen und auch Neues auszuprobieren. Aus dem Tun in der Freizeit soll sich Selbstbestätigung entwickeln – und die Fähigkeit, die vielfältigen Chancen, die Berlin bietet, für den eigenen, selbstbestimmten Bildungsweg auszuloten und anzunehmen.